Plastikverschmutzung bedroht die Zukunft
Am Weltumwelttag, dem 5. Juni dieses Jahres, möchten wir die Länder dazu ermutigen, stärkere Maßnahmen im Kampf gegen die Plastikverschmutzung zu ergreifen und zu einer Kreislaufwirtschaft überzugehen, denn Plastikprodukte verschmutzen unseren Planeten in alarmierendem Ausmaß.
„Von den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts bis heute hat Plastik die Welt überschwemmt und unsere Lebensweise verändert. Der mit Einwegkunststoffprodukten überschwemmte Markt führte zu einer Belastung der Umwelt mit Abfällen, die im Boden, in Seen, Flüssen und Meeren landen, und heute gibt es fast keinen Winkel der Erde mehr ohne Plastik“, sagte Hini im Ministerium für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung.
Plastik macht zwischen 80 und 85 Prozent des Mülls im Meer und an der Küste aus
Die meisten Kunststoffe werden aus Erdöl hergestellt, was zu erhöhten Treibhausgasemissionen beiträgt. 14 Millionen Tonnen Plastikmüll (580.000 LKW-Ladungen) landen jedes Jahr in den Ozeanen, 85 Prozent davon kommen vom Land.
Plastik macht zwischen 80 und 85 Prozent des Mülls im Meer und an der Küste aus. Mikroplastik kommt in allen Ozeanen und in zahlreichen Organismen vor, und es gibt mehrere dokumentierte Fälle, in denen sich Plastik in Gestein einbettet und so Plastiglomerate entsteht.
Der Schaden für die Meeresumwelt beläuft sich auf acht Milliarden Dollar pro Jahr
Schätzungen zufolge beläuft sich der Schaden für die Meeresumwelt weltweit auf mindestens acht Milliarden US-Dollar pro Jahr. Das Ministerium warnt davor, dass unsere Gesundheit untrennbar mit dem Zustand der Umwelt verbunden ist. Deshalb bringen wir Plastik aus der Umwelt in Form von Mikro- und Nanoplastik über die Atemluft, über Nahrung und Wasser und sogar über die Haut in den Körper ein.
Plastikteile kommen in der Lunge, der Leber, der Milz und den Nieren von Menschen vor, und neuere Forschungen haben bestätigt, dass sie auch in der Plazenta von Neugeborenen vorkommen. Das volle Ausmaß der Auswirkungen auf die Gesundheit ist noch unklar. Zahlreiche wissenschaftliche Studien deuten jedoch darauf hin, dass einige der in Kunststoffen enthaltenen Zusatzstoffe gesundheitliche Probleme verursachen, beispielsweise Hormon- und Entwicklungsstörungen, Fortpflanzungsstörungen und Krebs.
In Europa werden rund 29 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle gesammelt, von denen 32 Prozent dem Recycling, 43 Prozent der Verbrennung/Mitverbrennung und 25 Prozent der Deponien zugeführt werden.
Quelle: index.hr Web – 5. Juni 2023.
https://www.index.hr/vijesti/clanak/plastika-zagadjuje-svijet-brze-nego-ikad-trebamo-kruzno-gospodarstvo/2468872.aspx