Der Weiße Hai lebt in der Adria, wird aber immer seltener. Das ist tatsächlich so

Weißer Hai in der Adria – ein immer seltenerer Anblick und eine schlechte Nachricht für das Ökosystem Der Weiße Hai (Carcharodon carcharias) lebt seit Jahrhunderten in der Adria und im Mittelmeerraum,...
15.09.2025.
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Velika bijela psina živi u Jadranu, no sve se rjeđe sreće. To je zapravo loša vijest

Weißer Hai in der Adria – ein immer seltenerer Anblick und eine schlechte Nachricht für das Ökosystem

Der Weiße Hai (Carcharodon carcharias) lebt seit Jahrhunderten in der Adria und im Mittelmeerraum, wird aber heute nur noch selten gesichtet. Eine neue Studie von Prof. Alen Soldo und Cemal Turan zeigt, dass Mittelmeerhaie zu einer isolierten Population gehören, die den australischen genetisch am nächsten kommt, was sie vom Aussterben bedroht macht. Ihre Zahl nimmt ab und man findet sie nun häufiger in tieferen, kälteren Gewässern, wo sie dem Roten Thun folgen – ihrer Hauptbeute. Der Klimawandel beeinflusst diese Verschiebungen zusätzlich.

Lebensraumverschiebung und weniger Angriffe

In der Vergangenheit wurden Weiße Haie regelmäßig entlang der Balearen, Maltas, der Adria und dem Marmarameer gesichtet. Heute werden sie südlich von Sizilien, im Golf von Gabes und in der türkischen Ägäis gesichtet. Ihre Abhängigkeit von Thunfischwanderungen erklärt diese Veränderung – einst küstennah, folgen sie nun dem Thunfischfang in offenen Gewässern.

Auch die Zahl menschlicher Angriffe ist deutlich zurückgegangen. In der östlichen Adria wurden von 1868 bis heute 71 Sichtungen und 6 tödliche Angriffe registriert, der letzte im Jahr 1974. Interessanterweise wurde noch nie ein kroatischer Staatsbürger zum Opfer, der jüngste Angriff, der nicht tödlich endete, wurde 2008 in der Nähe von Vis registriert, als ein slowenischer Taucher gebissen wurde.

Datenprobleme und Schutzrufe

Ein großes Problem sind unzuverlässige Daten, die meist auf zufälligen Berichten und häufigen Fehlidentifizierungen mit anderen Haiarten basieren. Wissenschaftler betonen daher die dringende Notwendigkeit einer systematischen Überwachung und internationalen Zusammenarbeit.

Fazit der Studie

 

Die Population des Weißen Hais im Mittelmeer geht zurück, aber gleichzeitig ändern sich ihre Migrationsmuster aufgrund von Klimaveränderungen und der Verfügbarkeit von Beutetieren. Analysen zeigen, dass sie Gewässer meiden, die wärmer als 18 °C sind, was bedeutet, dass sie in der sich erwärmenden Adria möglicherweise vollständig verloren gehen. Das Verschwinden dieser Art würde nicht nur den Verlust einer Meeresikone bedeuten, sondern auch einen schweren Schlag für das Gleichgewicht des mediterranen Ökosystems bedeuten.

Quelle: Index.hr

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